Multiple Sklerose Gesellschaft Niederösterreich

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Von vielen Firmen werden vielversprechende heilende Produkte angepriesen, deren Erfolg oft anzuzweifeln ist. In den Ausgaben 6/05 und 7/05 der Zeitschrift Konsument wurde über die Produkte Noni-Saft und Zuckerblock informiert.
Bei Einnahme gegen vielerlei Beschwerden angepriesenen Noni-Saft traten bei Patienten schwere Leberschädigungen auf bis hin zum Koma und der dadurch notwendigen Lebertransplantation. Noch ist nicht klar, welcher Inhaltsstoff diese Nebenwirkungen hervorruft. Die beworbene Wunderwirkung ist wissenschaftlich nicht bewiesen und um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, sollte dieser Saft nicht eingenommen werden.
Viele MS- Betroffenen haben die zu geringe körperliche Aktivität Probleme mit dem Gewicht und sind auf der Suche nach einem geeigneten Mittel zur Gewichtsreduktion. Seit einiger Zeit wird das Produkt Zuckerblock von Valosun, in Tabletten oder Sprayform in Apotheken aber auch im Internet angeboten und soll erfolgversprechend bei Gewichtsreduktion sein. Laut Anbieter ist die Wirksamkeit „klinisch geprüft“. Dem Institut für Pharmakognosie in Wien sind jedoch keine seriösen klinischen Studien bekannt.
Das Produkt enthält ein Pflanzenextrakt, das in Indien seit über 2000 Jahre als Hausmittel unter dem Namen „Gurmar“ bei Diabetes angewandt wird. Durch die Einnahmen soll es sofort den Appetit auf Süßes verringern und mehrere Stunden anhalten. 64 % der ausgewählten Patienten gaben an, dass das Präparat ihnen zu Gewichtsreduktion geholfen hat, was Experten als eher unglaubwürdig erscheint.
Frau Mag. Alexandra Hofer von der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung stellt dazu fest, dass zur langfristigen und dauerhaften Gewichtsreduktion. Zuckerblocker sicher nicht geeignet sind. Reduzierung der Nahrungsmenge, bewußte ausgewogene Ernährung sind diesen Produkten sicherlich in ihrem gesundheitlichen Interesse vorzuziehen.

Magnetfeld-Therapie bei MS
Auf Grund der von MS-Betroffenen häufig gestellten Anfrage., „Kann und darf Magnetfeld-Therapie bei MS angewendet werden“, möchten wir auf einen Artikel in der MS-Mitgliederzeitung Neue Horizonte, 3/2004 von Herrn Univ. Prof. Dr. Harald Kollegger auszugsweise zurückgreifen, in dem dieser berichtet, dass die Förderung der Wundheilung bei Knochen-, Muskel- und Sehnenverletzungen gut dokumentiert ist. Da bei dieser Therapie auch der Zellstoffwechsel angeregt wird, woraus sich das Risiko einer immunstimulierenden Wirkung ergibt, dürfen PatientInnen, die an Magengeschwüren oder epileptischen Anfällen leiden aber auch Schwangere nicht behandelt werden. Die Magnetfeldtherapie ist für MS-Patienten nicht empfehlenswert, da orthopädische Probleme bei MS-Betroffenen selten im Vordergrund stehen.
Die Kosten und der Aufwand dieser Therapie (ca. € 3.000 bei Fremdanwendung im Jahr oder ca. € 2.000 einmalig für die Anschaffung einer eigenen Magnetfeld-Matte) sind sehr hoch und der Nachweis, dass es den Langzeitverlauf der MS positiv beeinflusst, fehlt.

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